Platinman 2014 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tim   

Tim Dally gelingt die Titelverteidigung beim Platinman

 20141113_Ziel

Am vergangenen Sonntag machte ich mich bei optimalen Laufbedingungen auf den Weg nach Lauthausen bei Hennef, um beim Platinman die "Mission Titelverteidigung" anzugehen. Da als Preise für die Gesamtsieger wieder eine Teilnahme beim Dachstein-Krippenstein-Berglauf mit einwöchigem Aufenthalt ausgeschrieben waren, rechnete ich mit äußerst starker und zahlreicher Konkurrenz und hatte deshalb das Training in den Tagen davor deutlich zurückgeschraubt, um vollkommen ausgeruht an den Start zu gehen. Im Vergleich zum letzten Jahr war die Strecke etwas verlängert worden, sodass jetzt fast 26km mit insgesamt 835 Höhenmetern zu überwinden waren. Zu Beginn des Rennens setzte ich mich gemeinsam mit Daniel Weiser vom Team Sensemann an die Spitze und wir konnten uns beide schnell vom Rest des Feldes lösen. Nachdem wir die ersten beiden von insgesamt 7 Anstiegen bezwungen hatten, gelangten wir plötzlich an eine Kreuzung, wo keine Wegmarkierung vorhanden war. Während wir noch überlegten, was wir tun sollten und nach markanten Punkten und Streckenposten Ausschau hielten, schlossen die nachfolgenden Läufer wieder auf. Eine Anwohnerin teilte uns kurz darauf mit, dass wir die Originalstrecke verlassen hätten, diese aber zum Glück nur wenige Hundert Meter entfernt wäre. Wie sich später herausstellte, hatten unbekannte Personen die Sägemehlmarkierungen an mehreren Stellen verändert. Glücklicherweise reagierten die Veranstalter vom Triathlon Team Hennef schnell und schickten Streckenposten an die kritischen Punkte, sodass alle Teilnehmer wieder auf den richtigen Weg geführt wurden. Nachdem diese Situation überstanden war, übernahmen wir direkt wieder die Führung und machten auf dem nächsten Teilstück zunächst ordentlich Druck. Es folgten die beiden schwierigsten Anstiege zwischen Kilometer 9 und 12 mit durchschnittlichen Steigungen von etwa 20% mit punktuellen Steigungsspitzen von über 50%. Beim 2. Bergaufstück, an dem sogar Seile zwischen die Bäume gespannt waren, damit sich die Läufer hochziehen konnten, setzte ich mich dann ab und lief bzw. wanderte einen Vorsprung von etwa einer halben Minute heraus. Ab hier konzentrierte ich mich darauf, den Vorsprung zu halten und mich nicht nochmal zu verlaufen. Gerade bergab ließ ich es relativ ruhig angehen, um einen Sturz bei den schlammigen Bodenverhältnissen zu vermeiden. Nach 1:48:16h erreichte ich schließlich als Sieger das Ziel vor Michael Hilger (LG Gummersbach) und Daniel Weiser, der allerdings noch etwas erschöpft vom kürzlich absolvierten Drachenlauf war.

20141113_km2120141113_steilster_Anstieg

Insgesamt kann man festhalten: Es hat wieder einmal richtig Spaß gemacht, diese wirklich schwere und landschaftlich sehr schöne Strecke in Angriff zu nehmen und festzustellen, dass sich das harte Bergtraining im Sommer ausgezahlt hat. Neben dem Aufenthalt am Dachstein konnte ich außerdem noch einen Gutschein für Laufschuhe, einen Salomon-Rucksack und einen kunstvollen Pokal in Empfang nehmen.